Sommer 2009

„Hölzerlips—Eine Räuberballade“ - Das Stück

Teil 1: Die Jagd

In einer Nacht im Mai 1811 erfährt Dr. Ludwig Pfister

Stadtdirektor von Heidelberg von einem

Überfall. Eine Handvoll Räuber haben eine Kutsche

angegriffen und die Reisenden, zwei Schweizer

Kaufmänner, verprügelt und ausgeraubt. Ludwig Pfister

will die Räuber jagen und an ihnen ein

Exempel statuieren, denn seid den napoleonischen Kriegen sind mehr Menschen denn je entwurzelt

und die Übergriffe der Vaganten werden immer

zahlreicher. Doch bevor er seine Jagd beginnen

kann, muss er zunächst die angrenzenden Länder

überzeugen mit ihm zusammen zu arbeiten...

Die Räuber, angeführt von Georg Philipp Lang besser

bekannt als Hölzerlips, wissen um die Gefahr

und verstreuen sich um ihre Frauen, die in einem

erbärmlichen Lager am Winterhauch leben, zu

schützen. Der Plan scheint aufzugehen, bis durch

einen dummen Zufall der erste Räuber geschnappt wird.

Im Heidelberger Gefängnis wird er von Pfister

und seinem Assistenten gebrochen. Er wird zum Verräter.

Nach und nach werden Hunderte von Vaganten gefangen

und verhört. Während die Spitze der

Gesellschaft schon das Ende des Vagantentums im Odenwald feiert, werden immer mehr Räuber

geschnappt. Pfister, von der Kaltschnäuzigkeit und

Sturheit der Räuber überrumpelt, greift zu immer

brutaleren und herzloseren Verhörmethoden.

 

Teil 2: Die Zelle

Alle Räuber sitzen mittlerweile mit Frauen und Kindern im Heidelberger Gefängnis. Pfister

ist mit seinen Verhörmethoden an Grenzen gestoßen. Er fragt den

Heidelberger Pfarrer Theophor Dittenberger, ob er die Räuber in

der Todeszelle betreut.

In den Gesprächen mit Dittenberger

erzählen die Räuber, wie es zu

dem Überfall gekommen ist, und warum sie bis

jetzt und vor Pfister darüber geschwiegen haben...

Am Ende bleibt nur die Frage, wer ist Schuld,

 wer hat sich schuldig gemacht und was ist

gerecht?

                                                                                     Danilo Fioriti

 

Regie und Dramaturgie: Jürgen Flügge, Danilo Fioriti

Text: Danilo Fioriti

Bühnenbild und Kostüm: Sebastian Stiebert

Beleuchtung: Michael Gregan

Maske: Sabine Güttler

Organisation/Marketing: Dunja Fioriti

Regie-/Marketingassistenz: Johanna Hallmann

Kostümbetreuung: Brigitte Fioriti, Anna Schadewald, Annelore Arras

Bühnenbau: Bauhof Wald-Michelbach und Grasellenbach